Der Weg zu Jesus

Offene Arme

Glaube, Liebe Hoffnung

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

1. Korinther 13
Fred-Jürgen Schiele

Der Weg zu Jesus scheint weit, dabei ist Er nur einen Steinwurf entfernt.

Unsere zerrissenen Herzen sehnen sich verzweifelt nach Heilung. Wir brauchen Liebe, wir wollen geliebt werden und selbst lieben. Wir haben überall danach gesucht und sie nicht gefunden. Wer kann aus unserem zerfledderten Herzen wieder ein einheitliches Ganzes machen?

Kein Mann, keine Frau, kein Partner kann uns heilen. Keine Beziehung kann auf Dauer den Hunger stillen, die Leere füllen, die z.B. eine schwere Kindheit gerissen hat, oder Missbrauch, oder Gewalt… Kein Guru, kein Meister, auch kein Engel oder Geist und auch keine Therapie kann dies tun. Nur Einer kann das: Jesus.

Die meisten Menschen finden erst dann zu Ihm, wenn sie bereits zerbrochen sind, denn zu groß ist unser Stolz und unser Glaube daran, dass wir es schon alleine schaffen. Schicksalsschläge, schwere Erfahrungen, Traumata zerstören unseren Lebensweg und führen uns immer wieder in Sackgassen, und wir finden den Ausweg nicht aus dem Labyrinth.

Doch es gibt eine gute Nachricht: die Hilfe ist nah!

Wir weigern uns an einen Gott zu glauben, so lange bis wir am Ende unseres Lateins sind. In der höchsten Not schreien wir dann doch nach Ihm. Möge es noch Zeit genug sein, um sich von Ihm aus dem Schlamm ziehen zu lassen. Am äußersten Tiefpunkt keimt die letzte Hoffnung auf. Jeder hat schon mal von Jesus Christus gehört, doch erst an der Kante der Klippe erinnern wir uns an Ihn und daran, dass wir schon mal gehört haben, wie stark Er ist, dass Er so viele Wunder getan hat, dass Er die Menschen liebt und Ihnen zugewandt ist – dass Er sie heilen und auf Händen tragen will – auch dich!

Oft ist unser Herz so dermaßen hart geworden, geschlossen, eng, vor lauter Selbstschutz. Wir können niemandem vertrauen, ja noch nicht mal uns selbst… Aber es gibt einen durch und durch guten Gott, dem wir bis in den tiefsten Grund vertrauen können, der unser Bestes will, der uns total zugewandt ist, der aus unserem harten Herz ein weiches machen möchte und kann. Wenn du niemandem mehr vertrauen kannst, dann vertraue Ihm, und bitte Ihn, in dein Leben zu kommen, und die Liebe wird aufkeimen.

Bitte Ihn, sich dir zu erkennen zu geben, und dann vertraue, dass sich Dinge ändern werden. Öffne deinen Mund und sage es Ihm, laut, mit Stimme – nicht nur in deinem Innern. Dann hört es auch deine Seele, und sie wird sich ausrichten. Dein Leben wird mehr und mehr “in Ordnung” kommen, Verworrenes wird sich klären, lass Gott Zeit, an dir zu arbeiten, Er ist bereits am Werk.


Buße, Umkehr, Vergebung

Jesus liebt uns, aber Er würde sich niemals gegen unseren Willen in unser Leben drängen. Unser freier Wille wird unter allen Umständen respektiert und geachtet. Es ist ganz allein unsere Entscheidung, welchen Weg wir gehen. Wenn wir uns jedoch verirrt haben und merken, dass wir es nicht alleine ohne Gott schaffen, dann brauchen wir eine Kehrtwendung. Die Erkenntnis, dass der Weg falsch war, ist von grundlegender Bedeutung, denn dann können wir einen neuen Weg einschlagen – den Weg mit Jesus!

Das Wort “Buße” hat (für mich zumindest) einen strafenden Beigeschmack – verursacht von der katholische Kirche. Es ist eines der vielen falsch verstandenen Worte der Bibel. “Buße” hat nichts mit Strafe oder Vergeltung zu tun, sondern bedeutet einfach nur “Umkehr”, ein sich-abwenden, umwenden, um-besinnen, etwas verneinen. Es bedeutet, dass man seine vorherige Haltung verwirft und sich neu zu Gott stellt. Es ist eine Kursänderung. Die Entscheidung zu einem neuen Kurs mit Gott wird das Ruder herum reißen.

sokaeiko / pixelio.de

Es ist nicht nötig, und niemand verlangt, dass man mit gebeugtem Rücken zerknirscht und weinend niederfallen muss… Oft ist es allerdings ganz natürlich, dass Tränen fließen, wenn wir – vom Heiligen Geist überführt – zutiefst erkennen müssen, wie grundlegend falsch wir die ganze Zeit gelebt haben. Das kann hoch emotional werden.

Das Herz gerät in Vibration und Reue und sehnt sich zutiefst nach Vergebung. Das ist ganz normal. Doch es kommt kein strafender Gott um die Ecke, der uns klein machen will – sondern ganz im Gegenteil…. Gott schaut auf unser Herz, Er freut sich, dass du umkehrst, Er weiß genau, wie es dir geht. Und diese Tränen dürfen endlich fließen und niemand muss sie aufhalten, denn vor Gott sind dies Tränen der Erleichterung.

Es muss auch nicht so spektakulär sein, denn Umkehr und Um-besinnen ist eine bewusste Entscheidung, die man durchaus zunächst im Kopf treffen kann. Doch dann sinkt sie ins Herz, hab nur Vertrauen.

Wenn diese Umkehr echt und wirklich ernst gemeint ist, wenn sie authentisch und wahr aus dir heraus entsteht, dann ist sofort das Alte bei Gott vergessen – die Vergebung ist da, dann fällt alle Schuld ab – und unser Herz wird weich. So “funktioniert” Gott, wenn unser Stolz zusammenbricht und wir uns vor Gott nackt machen. Er ist gütig, Er ist gnädig, liebend, Er ist FÜR DICH. Umkehr ist unendlich erleichternd.

Und es gibt immer wieder Dinge, Fehler, die wir machen, von denen wir umkehren dürfen. Und immer wieder ist es der gleiche Prozess, ein Prozess, in dem man sich üben kann, der einer inneren Reinigung gleich kommt, eine Dusche von Innen, denn wir fühlen uns sofort Gott nahe. Unsere Herzen öffnen sich mehr und mehr, je öfter wir umkehren. Mit Jesus als Vorbild erkennen wir schnell, wo wir falsch liegen. Wir müssen nicht perfekt sein, Einsicht ist alles! (Vgl. “Kreislauf der Erneuerung” von Marco Gmür)


Befreiung von Dämonen

Gott möchte uns frei sehen, damit wir unbeschwert und leicht (“mein Joch ist leicht” Matth. 11, 30) für den Rest unseres Lebens Seiner Philosophie folgen können. Wer unter dem Joch von Dämonen steht ist nicht frei, sondern in Knechtschaft. Um Jesus wirklich von ganzem Herzen nachfolgen zu können, müssen die dämonischen Geister, die sich dauerhaft eingenistet haben, restlos eliminiert werden, damit sie keinen weiteren Schaden mehr anrichten können.

Fred-Jürgen Schiele

In Esoterik und Spiritualität wird die Existenz von Dämonen entweder ganz geleugnet oder verharmlost. In manchen spirituellen Praktiken werden sie gar gefüttert, weil man sie als Schattenteile des eigenen Wesens betrachtet. In mehreren Religionen werden sie wie Götter angebetet – das ist jedoch gegen das was uns als erstes Gebot von Gott gesagt wurde, es gibt nur einen Gott.

Wenn wir die Wesen der Dunkelheit verherrlichen, werden sie nicht beseitigt, sonder sie wirken sich weiterhin sehr negativ auf unser Leben aus und halten uns in Knechtschaft. Denn die dämonische Welt arbeitet unter der Leitung von Satan ununterbrochen daran, uns von Gott abzuhalten. Das ist sozusagen ihre “Lieblingsbeschäftigung”.

Wenn Dämonen in uns Raum gefunden haben – und das ist bei jedem Menschen der Fall, der nicht mit Jesus geht – mischen sich in unser Leben und unsere Gedanken. Sie stacheln unsere Emotionen an durch negative Gedankenketten, durch Teufelskreise im Denken, durch Gedanken von Minderwert und Selbsthass oder Hass gegen Andere. Wir glauben vielleicht selbst zu entscheiden, doch in Wirklichkeit sind wir getrieben und gedrängt. Sie lösen Depressionen aus, Selbstanklagen und vieles mehr.

Doch Gott will uns neu machen! “Alles muss raus!” Wenn wir es mit Gott ernst meinen und uns ganz und gar für Jesus entscheiden wollen, brauchen wir einen kompletten Neustart, eine Art Reset. Dabei können wir nun wirklich keine Dämonen gebrauchen, die alles sofort wieder boykottieren würden. Wir würden uns nur weiterhin von ihnen gebremst und bedrückt werden, denn alleine aus eigener Kraft können wir sie nicht los werden. Aber mit Jesus ist das möglich! Nicht umsonst hat Er zahllose Dämonen ausgetrieben – das ist in der Bibel im Neuen Testament beschrieben.

Sind die Dämonen besiegt und vertrieben, hören bei vielen Menschen schlagartig all die anklagenden, verurteilenden Stimmen in ihrem Innern auf. Es ist für uns selbst ein Befreiungsschlag, wenn Jesus uns endlich davon frei gemacht hat. Es ist immer Jesus der das tut – niemals Menschen. Menschen können Gebete aussprechen und den Prozess leiten, doch die Dämonen müssen einzig und allein Jesus Folge leisten. Es gibt für sie dann kein Entkommen.

In manchen Christlichen Gruppen werden die Dämonen direkt nach der Taufe “ausgetrieben”, kaum dass man aus dem Wasser kommt. Das kann sehr spektakulär wirken und hat aber auch auf viele Menschen abschreckende Wirkung, weil es heftige körperliche Reaktionen geben kann. Das Wort “Exorzismus” drängt sich sofort auf, mit den entsprechenden Bildern und Vorstellungen. Die sind jedoch NICHT WAHR und in keiner Weise treffend.

Es kommt ganz auf die Methode an, bzw. darauf, inwieweit Derjenige, der die Befreiung leitet, die Hierarchien im dämonischen Reich kennt und die Dämonen entsprechend anspricht. Es ist in nämlich nicht nötig, dass man Dämonen gestattet, sich z.B. durch Schreien oder Zappeln manifestieren dürfen. In der Schule, der ich folge, ist das Ganze völlig unspektakulär, ruhig und entspannt – aber hoch wirksam.

Wenn auf die Befreiung von Dämonen die Lebensbereinigung folgt, und auf die Lebensbereinigung die Taufe in Wasser und Geist, und auf die Taufe eine Zeit des Hinein-geführt-werdens ins Königreich – dann kommt kein einziger Dämon zurück, und auch kein neuer kann landen. Dann herrscht nämlich Frieden im Kopf, und die schlimmsten Ausprägungen der Dunkelheit sind beseitigt. Zu den Resten und Altlasten, die noch übrig bleiben – siehe unter “gottloses Ego“.


Lebensbereinigung

Bei vielen Menschen geschieht es ganz von selbst, dass sie, sobald sie sich ganz Jesus zuwenden, ihr Leben Revue passieren lassen und mit neuen Augen darauf schauen. Man fragt sich, ob das was man getan hat richtig war und wie man das Falsche wieder richten könnte.

Weil das Herz mehr und mehr aufgeht, möchte man ehemalige “Feinde” um Vergebung bitten. Man möchte die Bitterkeit nicht mehr mit sich herum tragen und wünscht sich, dass auch der Andere das nicht mehr tun. Und das ist wunderbar.

Wenn du dich ganz für Jesus entscheiden möchtest, wenn du mit Ihm leben möchtest, dann ist es gut, das alte Leben noch einmal vor Ihm auszubreiten und gemeinsam mit Ihm die Dinge anzuschauen. Nicht nur das, was du getan hast – auch was dir getan wurde. Welche Wunden hat man geschlagen, und welche Schlüsse hast du daraus gezogen? Welche Sätze hast du über Andere ausgesprochen und welche über dir selbst? Welche Festlegungen hast du also getroffen, und sind wie wirklich wahr? Wo hast du Schocks erlebt, die dich haben erstarren lassen? Wo bist du tief verletzt werden und von wem? In der Lebensbereinigung wird alles vor Gott gebracht, es ist wie ein Großreinemachen.

sassi / pixelio.de

Satan hat andere Menschen benutzt, um dich fertig zu machen, und seine Dämonen haben dich beschmutzt, dir vieles eingeflüstert was du geglaubt hast. Jetzt – noch bevor du dich taufen lässt – wäre die Gelegenheit dein ganzes Leben vor und mit Gott zu bereinigen.

Womit haben dich andere Menschen “programmiert”? Wurden Flüche über dir ausgesprochen? Was denkst du oft selbst über dich? Wie und womit hat man dich manipuliert und geprägt? Oder was hast du Anderen angetan? Menschen gehen zum Therapeuten, um diese alten Sachen loszuwerden, doch kein Therapeut kann dir die notwendige Vergebung zusprechen – auch du selbst kannst das nicht. Das kann nur Gott. Er kann alles weg nehmen.

Wir können vieles alleine machen, wir können versuchen zu vergeben, uns neu auszurichten, doch dies alles vor und mit Gott zu tun ist ungleich wirksamer – vor allem auf Dauer. Denn Gott hat die größte Kraft, den Menschen zu verändern. Und wenn du durch einen solchen Prozess gegangen bist, verändern sich auch deine Beziehungen, denn du bist nicht mehr der/die Gleiche wie vorher. Es ist sozusagen die “Hauptwäsche”, denn erst nach diesem Prozess weiß man, was man im Taufwasser lässt. Dann ist man wirklich bereit, sein Leben Jesus zu übergeben.


Taufe in Wasser und Heiligem Geist

Wenn man weiß, was man hinter sich lässt, ist es eine sehr bewusste Handlung, sich als erwachsener Mensch im Wasser taufen zu lassen. Die Säuglingstaufe zählt vor Gott nicht, denn der Säugling kann sich nicht selbst und freiwillig entscheiden. Unsere Entscheidung, unser Leben ganz und gar Jesus zu überantworten ist wichtig. Sogar Jesus ließ sich taufen. Die Taufe steht symbolisch für unseren Tod als Sünder (Sünde=Leben ohne Gott) und die Wiederauferstehung mit Jesus Christus.

Der Sinn davon ist, dass das alte Leben endlich sterben darf, und ein geistlich neuer Mensch steigt aus dem Wasser. Das alte Leben ist aus Gottes Sicht abgewaschen, bleibt sozusagen im Wasser liegen. In der Bibel ist im Zusammenhang mit der Taufe von “Neugeburt” die Rede.

Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

Johannes 3, 5-6

N-Schmitz / pixelio.de

Nicht Jeder erlebt das so spektakulär, doch je nachdem, wie stark die Veränderung ist, ist es beeindruckend und erneuernd. Die Taufe ist ein symbolischer Akt, es ist aber kein leerer Ritus, denn Gott hat versprochen, dass Er uns mit der Taufe zu neuen Menschen macht. Sich taufen zu lassen ist eine Entscheidung, die Gottes Herz unbändig freut – jetzt darfst du dich “sein Kind” nennen.

Nach der Taufe im Wasser beten die anwesenden Gläubigen für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Ohne Glauben und Vertrauen und ohne deine ausdrückliche Einwilligung wird Er nicht kommen. Sein Einfließen ist ein Geheimnis, das nicht erklärt werden kann. Gott lässt sich nicht in die Karten schauen, Er tut was Er tut, und wenn Er es will. Wir Menschen können uns nur Ihm hinhalten und bitten.

Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.

Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.

Matthäus 7, 7-9 und 18, 19-20

Taube: gemalt von Mirdza Bong

Oft fühlt man tiefen Frieden, tiefes Vertrauen, man fühlt sich in Gottes Händen. Und je nachdem, wie es dir geht, wie entspannt oder mutig du bist, wirst du leise oder auch laut beginnen, in Sprachen zu beten – ermutigt vom Sprachen-Gebet der Anderen. Sollte es nicht sofort kommen, ist das kein Problem – es kommt wenn es kommt, früher oder später.

Der Heilige Geist zieht in dein Herz ein und wird dich von da an begleiten. Das ist ein Privileg! Stell dir vor: Jesus lebt IN DIR und du IN IHM. Der Heilige Geist wird dein Helfer sein.

Das Wort “Taufe” wird häufig auch mit “Erleuchtung” übersetzt. Es wird heller in dir.

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.

Johannes 8, 12

Du wirst es sehr schnell merken, dass sich – wie von selbst – deine Einstellung zu vielem ändert, dass sich manches, was du früher so gern machtest nicht mehr gut anfühlt. Oder du merkst plötzlich, dass deine Wortwahl “daneben” ist, oder deine Motive in gewissen Situationen nicht wirklich gut sind… Der Heilige Geist arbeitet an dir und verändert dich zu einem besseren Menschen – du wirst sehen!

Von da an kannst du dich mit allem an den Heiligen Geist wenden, wenn du Führung brauchst. Du kannst jetzt eine immer enger werdende Beziehung zu Jesus (“Ich bin das Licht”) aufbauen, die oft schon vorher vorbereitet wurde. Du kannst mit Ihm über alles sprechen, Ihn alles fragen. Er wird immer öfter dein Herz berühren und dich lehren was Jüngerschaft mit Jesus heißt.


Nachfolge/Jüngerschaft/Heiligung

Gott liebt Seine neu geborenen Kinder und schaut mit besonderer Liebe und Nachsicht auf sie. Er schenkt uns in der Taufe eine neue Identität, wir erhalten die DNA Gottes und sind jetzt aus Geist geboren. Bei manchen Menschen schenkt Gott dies auch schon vorher – Gott ist schließlich souverän.

So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle Verleumdungen, und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst, wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist

1. Petrus 2, 2-3

Ines Friedrich / pixelio.de

Wir sind jedoch zunächst geistliche Babies und es gibt auf diesem Weg so manches zu lernen. Jetzt beginnt nämlich der Prozess der “Heiligung”, in dem alte, ungute Muster und Gewohnheiten allmählich ausgespült werden dürfen. Bei all dem hilft uns Gott, wenn wir Ihn darum bitten.

Die Zeit nach der Taufe ist wichtig und fragil, denn jetzt kommen bei den Meisten dämonische Angriffe in Form von Gedanken, die uns aus dem Gleichgewicht bringen wollen. Dämonen spielen uns Gedanken ein von Zweifeln und Unglaube. Sie behaupten, es sei rein gar nichts geschehen, alles sei nur Einbildung gewesen, und alles sei wie vorher. Jetzt brauchst du Unterstützung und Ermutigung.

Deshalb ist es gut, wenn man regelmäßigen Austausch mit einem geistlichen Bruder oder Schwester hat, der/die schon länger auf diesem Weg unterwegs und erfahren ist; Es gibt nämlich einige Gebets-Tools, die man anwenden kann, um seine neu gewonnene geistige Freiheit zu behalten und nicht gleich wieder zu verlieren. Die lernst du durch ein geschwisterliches Mentoring zu gebrauchen und einzusetzen.

Grundsätzlich ist es so, dass du nun nicht mehr alleine bist, sondern du hast eine große geistliche Familie. Gott sagte schon zu Adam: “Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei!” Wir brauchen einander zur Unterstützung, geistlichen Stärkung und Hilfe. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Der gemeinsame Glaube an Jesus Christus verbindet ungemein. Selbst wenn dich Traumata zum Einzelgänger gemacht haben sollten, so wirst du es doch genießen, dich hie und da Gesellschaft mit Gleichgesinnten zu treffen zum Austausch und gemeinsamen Gebet – ob per Skype, Zoom, oder in regionalen Hausgemeinden oder freundschaftlichen Treffen.

Hilfreich ist es auch, wenn jemand, der schon länger im Glauben ist und den Weg schon einige Jahre gegangen ist, dich regelmäßig begleitet und mit Rat und Tat zur Seite steht – auf Augenhöhe, nicht als Leiterfigur. Denn es gibt starke Gebete, “tools” zum geistigen Kampf, um dir dämonische Angriffe vom Hals zu halten, oder deinen Wohnbereich geistig zu reinigen, oder auch dir Tipps zu geben, wenn du mal Dinge ohne Gott getan hast und die Distanz spürst. Diese Person soll jedoch nicht die Stellung von Jesus einnehmen! Du bist alleine Jesus verantwortlich und hast die Gelegenheit, Ihn mehr und mehr direkt zu fragen – in allen Lebenslagen.

Noch immer werden sich einige Lügen in deinem Leben halten, Fehlschlüsse, schlechte Gewohnheiten – da ist es gut, wenn man sich Rat holen kann und nicht mit allem alleine ist. Letztlich ist die Jüngerschaft eine gemeinschaftliche Nachfolge – wir alle sind Jünger Jesu. Und du allein entscheidest, wie nah du weiterhin Jesus kommen möchtest. Möchtest du einer von den Hundert sein, die Ihm (in der Bibel beschrieben) nachfolgten, oder einer von den Zwölf? Oder vielleicht sogar einer von den Dreien, die Seine engsten Begleiter waren?

Wie viel bist du bereit von dir selbst und deinem Eigenwillen sterben zu lassen, um Seinen Willen zu tun, um Sein sanftes Joch mitzutragen?

Jesus nachzufolgen hat tatsächlich einen Preis. Zum Einen verliert das alte Leben völlig seinen Reiz, zum Anderen verlassen dich nach und nach die meisten Freunde von früher, weil sie deinen Weg einfach nicht nachvollziehen können. Dann ist es gut, eine neue (geistliche) Familie zu haben, wo man sich verstanden und aufgehoben fühlt.


Königreich

Weg zu Jesus

Durch die Taufe in Wasser und Geist trittst du in das bereits bestehende Königreich Gottes ein! Das ist nicht wie es sich ein Esoteriker vorstellen würde, eine spektakuläre Erfahrung von Licht und Liebe. Nein, es ist unspektakulär und man erfährt dies viel mehr mittelbar als unmittelbar – denn Gott wirkt durch die Dinge, Geschehnisse und Menschen. In den Reaktionen, die auf unsere Gebete hin eintreten, zeigt sich Gott – zum Teil in ganz banalen Dingen, manchmal aber auch sehr beeindruckend.

Mitglied im Königreich zu sein bedeutet, nicht mehr allein zu sein, sondern Beziehungen zu anderen Geschwistern zuzulassen und aus ihnen zu lernen. Denn wir sind alles andere als imstande, einander zu lieben, so wie es die Bibel verlangt. Jetzt kommen Lektionen, die wir nur mit Hilfe von Jesus bestehen können, wir können nämlich nichts, aber auch gar nichts aus uns selbst heraus. Wir sind mehr und mehr komplett auf Seine Hilfe angewiesen. Die Beziehung zu Jesus wird mehr und mehr zentral. Seine Liebe trägt uns, Seine Ansprüche fordern uns, Sein Herz hilft uns dabei, in das hinein zu wachsen was Er bereits in uns sieht.

So ist das Leben im Königreich eine ständige Herausforderung und eine Aneinanderreihung von Hinfallen und wieder aufstehen. Niemals nimmt Er uns etwas krumm, wenn wir zurück kommen und wieder fragen. Er verzeiht immer wieder und hilft immer wieder. Werden wir jedoch lau und eigensinnig, so werden wir stumpf für Ihn und geraten auf ein ungutes Gleis. Geschwister können uns dabei helfen, darauf aufmerksam zu werden und umzukehren.

Wir werden von den geistlichen Babys, die wir zunächst sind, nun einige Jahre heranwachsen zu Kleinkindern, Jünglingen, sicherlich kommen wir geistlich gesehen nochmal in eine Art Pubertät (Rebellion), schließlich werden wir junge Erwachsene, wir werden Eltern, und schließlich werden wir Oma und Opa. Wenn es gut geht werden wir fruchtbar für das Königreich: uns werden Menschen begegnen, die sich nach Gott sehnen und Jesus ernsthaft nachfolgen wollen. Mit ihnen können wir in Beziehung treten und ihnen von Gott und dem Königreich erzählen, und von dem was wir mit Ihm schon erlebt haben.

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit!

Matthäus 28, 19-20

Peter Bast / pixelio.de

Multiplikation ist das Geheimnis des “Leibes” der Nachfolge von Jesus. Es ist ein Prinzip der Natur, das Gott dafür gewählt hat. “Macht zu Jüngern alle Völker” sagte Jesus Seinen Jüngern. Das heißt nicht, dass wir von Tür zu Tür gehen sollen wie die Zeugen Jehovas, das heißt, dass wir beten sollen und warten was Gott uns bringt; und dass wir dann weiter beten und fragen, was wir mit dem was er uns bringt tun sollen – wann, wie und auf welche Weise…. Nachfolge Jesu heißt dann, mit Ihm auch weiterhin und immer mehr und öfter in Kontakt zu treten, Ihn zu fragen, ja zu löchern… Seine Antworten so lange erbitten, bis wir uns sicher sind, richtig gehört zu haben, auch uns die Dinge von Ihm erklären zu lassen – so dass wir willig und freiwillig, und sogar mit Freude und Vergnügen nachfolgen können. Denn es geht nicht um Kadaver-Gehorsam, sondern um ein Leben in der Freude der Beziehung mit IHM.