Gott

Der Eine Gott – drei Persönlichkeiten

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Johannes 4, 24

Gott ist unbeschreiblich. Unsere Kapazitäten sind zu gering, um dieses Wesen ganz und gar erleben, geschweige denn erfassen zu können. Diese gewaltige Liebe, Heiligkeit, Majestät, Herrlichkeit – wir können es uns weder vorstellen, noch es ergreifen.

Er ist Geist! Er ist Liebe! Er ist von gewaltiger Macht und barmherziger Güte. Weil Er uns so liebt, will Er sich uns offenbaren und hat Er sich einzelnen Menschen offenbart. Der EINE Gott tut dies auf verschiedenen Wegen, je nachdem, was wir gerade nehmen und verstehen können. Der gewaltige Geist Gottes hat verschiedene Mittel und Wege, um sich unserem Geist mit zu teilen.

Gott

Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben.

Römer 1, 20

Foto: Wilfried Giesers / pixelio.de

Zum Einen ist da die wunderbare Schöpfung, die Natur – sofern sie noch nicht vom Menschen zerstört ist – wo die Blätter rascheln, die Vögel zwitschern und die Grillen zirpen, da ist ER. Wo der Himmel mal stahlblau, mal voller wilder Wolken ist, Sonnnenauf- und Untergänge, wo es Regenbögen gibt – hier mitten IN dieser Schöpfung ist Seine Liebe so spürbar!

Er möchte uns aber NOCH näher kommen, Er möchte uns nicht nur umgeben, sondern Er möchte in uns wohnen, uns verändern, uns beistehen und mit uns zusammen arbeiten! Er wünscht tatsächlich unsere Mitarbeit, wir sind keine Marionetten. Er legt Wert auf unsere Meinung und lässt sich sogar hie und da umstimmen – dazu gibt es einige Bibelstellen im alten Testament. Gott will unsere “Familie” sein, denn Er ist alles in Einem: Vater (Schöpfer), Bruder/Schwester (Jesus Christus), Mutter (Heiliger Geist).

Der Eine Gott – drei ähnliche Persönlichkeiten

Da all das zu dem EINEN gewaltigen Wesen gehört, gibt es da auch nur die EINE große Liebe zu den Menschen, und die EINE uns zugewandte Ausrichtung. Gott bleibt sich immer und unter allen Umständen treu. Und natürlich ist Er der Gleiche – heute, wie vor tausenden von Jahren. Gott hat sich nicht verändert. Und Sein ganzes Sinnen und Streben geht in unsere Richtung, egal ob Er als Vater, Sohn, oder Heiliger Geist bei uns ankommt.

Wer Gott näher kennen lernen darf stellt fest, dass jeder dieser Drei Ausprägungen eine durchaus beschreibbare Persönlichkeit hat. Natürlich unterscheiden sie sich nicht so wie Klaus, Greta und Karl…, denn Gottes Charaktereigenschaften sind alle von Seiner Heiligkeit, Reinheit, Liebe und Zugewandtheit geprägt. Deshalb unterscheiden sie sich zwar, aber sie überschneiden sich auch. Weiter unten findest du eine Auflistung dessen, was ich im Hinblick darauf bisher erfahren und lernen durfte.


Gott Vater

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.

1. Mose 1, 3-5

Christoph Alber / pixelio.de

Aus Gott dem Vater entstand der Wille zur Schöpfung. Aus Seiner Liebe, aus Seinem Herzen, aus Seinem Mund kam und kommt der Grundton, die Trägerschwingung von allem, was ist, das “Ja”, das “ES SEI”. Ohne Seine Absicht gäbe es uns nicht.

Der Vater ist Kraft und Gewalt – der Herr der Naturgewalten, schließlich hat Er sie geschaffen. Deshalb konnte auch Jesus, Sein geliebter Sohn, – mit der Kraft des Vaters ausgestattet – dem Sturm und den Wellen Einhalt gebieten.

Wir Menschen sind Seine Kinder, und Er liebt uns so, wie auch ein guter Menschen-Vater seine Kinder liebt: mit einer unbändigen Zärtlichkeit, mit gütigem Wohlwollen, mit der ganzen Kraft eines liebenden Vaterherzens. Er möchte Seinen Kindern nahe sein und ihnen auf ihrem Weg helfen.

Doch was tun sie, anstatt Ihn genauso zurück zu lieben? Sie kennen Ihn nicht mehr, sie haben sich von Ihm abgewandt, sie hören Ihm nicht zu und wollen ihr eigenes Ding machen…

Aus der einstmals innigen Gemeinschaft mit Gott wurde Trennung. Adam und Eva, synonym für die ersten Menschen, glaubten der Lüge der Schlange mehr als Gott. (1. Mose 3) Und so traten Misstrauen, Lüge und Heimlichkeit wie eine dunkle Wolke zwischen Gott und den Menschen. Gott zog die Konsequenzen und entzog Adam und Eva einen Teil Seiner Fürsorge, Er schickte sie aus dem Paradies, da sie allein die Verantwortung für sich selber tragen wollten. Sie hatten sich entschieden, Gott nicht mehr zu vertrauen und purzelten aus der Umarmung Gottes, aus der einst engen Beziehung heraus. Sie wussten vielleicht nicht, was sie sich damit einhandelten, doch Gott hatte es ihnen vorher gesagt, als Er von den beiden Bäumen sprach und ihnen untersagte, vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen. Und jetzt haben wir den Salat…. (Genaueres zum Sündenfall)

Warum können nicht alle Menschen immer bei Gott sein?

Das ist es, was wir uns wünschen würden… aber stopp! Können wir uns das mal versuchen vorzustellen: dieses strahlende Wesen? Gott höchst selbst? Gott ist das Gute schlechthin! Das Gute ist lauter, es ist rein, es ist strahlend! Es kann unmöglich die Dunkelheit von Misstrauen, Feindschaft, Lügen, Betrug, Egozentrik etc. in sich beherbergen – die Beiden schließen sich aus. Die strahlende Gutheit, Heiligkeit und Herrlichkeit des Vaters würde alles Dunkle sofort verzehren wie ein Feuer. Nur das Gute hat Bestand im Königreich Gottes! So wie das Licht selbst keinen Schatten werfen kann, so kann das Gute nicht das Schlechte enthalten. Die pure Reinheit, Heiligkeit Gottes ist gewaltig. Deshalb entstand zwischen Gott und den Menschen eine Kluft.

Würde Gott sich dieser Negativität nähern, so würden wir verbrannt. Doch Er liebt uns, Er will uns nicht zerstören, deshalb braucht es diese Kluft, aber gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, zurück zu Ihm zu kommen, in dem wir uns entschieden von der Negativität, der Rebellion gegen Ihn abwenden. Umkehr ist das was mit dem Wort “Buße” gemeint ist. Das Gleichnis vom “verlorenen Sohn” schildert eine solche Begebenheit:

Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-24)

Hier zeigt sich sehr deutlich die große Liebe des Vaters zu Seinem Sohn, ein Vater ohne Vorwürfe, der einfach nur gewartet hat, dass der Sohn sich besinnt und zurück kommt. So ist auch unser Gott als Vater.

Gott der Vater ist gerecht, wer wenn nicht Er – das Gute – könnte entscheiden, was wirklich gut ist oder nicht? Deshalb ist Er auch der Richter, und Er richtet nicht willkürlich, wie wir Menschen es tun würden, sondern Er richtet der Natur Seines Wesens gemäß. Nur die Gutheit selbst kann richten, denn es ist nichts Schlechtes in ihr. Jeder andere Richter wäre – wie es so schön heißt – befangen.

Abhängigkeit von Gott

Nehmen wir wieder unseren Platz als von Gott Abhänge ein, so können wir wieder Kind vor Ihm sein.

Stellen wir uns unter Seine Autorität, sind wir genau an dem Platz, an dem wir unbewusst im Grunde sein wollen, denn das macht uns frei, selbst die Verantwortung für alles zu übernehmen. Wie Kinder können wir mit Ihm sprechen, uns an Seiner Brust ausweinen, unter Seinem Mantel Schutz suchen, an Seiner Hand gehen und uns von Ihm geborgen und geliebt wissen. Ohne Ihn gäbe es weder uns, noch Nahrung, noch Sonne, noch Essen oder Trinken.

Er hat uns das Leben eingehaucht, nicht wir selbst, Er erhält uns am Leben, und Er heilt auch unsere Wunden, nicht wir selbst. Da wird immer überall von “Selbstheilungskräften” gesprochen, man mag es nennen wie man will, auch das kommt nur von Gott. Wir heilen uns nicht selbst, und der Körper heilt sich selbst nicht unabhängig von Gott, denn Er muss schon damit einverstanden sein und das initiieren. Wir leiden allenthalben unter chronischer Selbstüberschätzung!

Sind wir jedoch selbstgerecht, eigenmächtig, eigenwillig, nur auf uns selbst fokussiert, so verleugnen wir die Wahrheit, dass wir Seine Kinder sind – und indem wir sie verleugnen entsteht wieder die Kluft, und die Lüge ist in der Welt. Deshalb heißt es auch in der Bibel: “Gott widersteht den Hochmütigen” (Jak. 4, 6).

Vor Gott gibt es übrigens keine kleinen Lügen oder großen Lügen – die Lüge an sich wird nicht weniger schlimm, wenn es sich um kleine Dinge handelt. Der Heilige Geist drängt uns zur Wahrheit. Wir können das verdrängen, doch dies ist zutiefst ungesund. Wir können jedoch unmittelbar Gottes Güte erleben, wenn wir von der Lüge umkehren und die Wahrheit aussprechen. Und schon ist die Verbindung ist wieder da.

Aber wie es immer so ist: der Weg dahin kann weit sein und schmerzhaft. Wir werden von solchen Erfahrungen letztlich erzogen und verändert, was durchaus nicht immer Freude macht.

Es geht in dieses Erziehung im Grunde immer um Läuterung. So wie Gold durch Feuer gereinigt wird, so will Gott der Vater uns immer wahrer, ehrlicher und reiner machen, so dass wir wieder in einen Zustand kommen, in dem wir mit Ihm Gemeinschaft haben können.

Um uns diesen Rückweg zu Ihm zu eröffnen, zeugte Er Seinen Sohn, der als Jesus Christus in einem Menschen-Körper auf diese Erde lebte. Wäre Er nicht gekommen, wäre Er nicht am Kreuz wie ein Opferlamm gestorben – die zahllosen Lügen der Menschheit würden uns auf immer von Ihm trennen. Doch Gott macht keine Fehler, denn die Lösung (Jesus Christus) war schon immer in Seinem Plan.

Im Alten Testament sind zahlreiche Hinweise auf Jesus zu finden. Mindestens 55 spezifische sowie insgesamt über 300. Die Chance, dass sich nur schon acht davon erfüllen würden, liegt bei 1:100 Trillionen.

Jesus.ch

Jesus Christus

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.

Johannes 1-5

Günter Havlena / pixelio.de

Diese Aussage von Johannes zeigt, dass Jesus weit mehr war als nur Mensch. Er war vom Beginn der Zeiten da – als “die Liebe” und “das Wort” – das Wort, das der Vater aussprach (und noch immer ausspricht), als in Ihm der Wille zur Schöpfung entstand. Bevor, während und nachdem Jesus Christus als Mensch hier war, war ER bereits als der universelle Aspekt Gottes “vorhanden”, eins mit dem Schöpfer – vor Grundlegung der Welt.

Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Johannes 10-11

Aus dem unermesslichen Herzen Gottes entstand aus Liebe der Wunsch, nahe zu den Menschen zu kommen – zu Seinen geliebten Kindern -, um ihnen zu helfen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, die gestörte Beziehung zu Ihm wieder her zu stellen. Weil Er als realer Mensch inkarnierte, hier auf dieser Erde redete, handelte, wirkte, war er konkret sichtbar als Persönlichkeit und Charakter, von dem Viele Zeugnis gaben.

Kein Menschenleben ist von so vielen Zeitzeugen dokumentiert und dermaßen übereinstimmend aufgeschrieben worden, wie das von Jesus Christus. Und darüber hinaus: das Alte Testament wimmelt nur so von Prophetien auf Ihn hin. Er wurde bereits erwartet, aber verkannt. Dass Jesus Christus auf die Erde kommen sollte, war im Plan Gottes seit Urzeiten vorgesehen. Obwohl Ihn viele tausend Menschen gesehen und erlebt haben, obwohl so Viele Zeugen Seiner außergewöhnlichen Wirkkraft waren, wurde Er verschmäht und umgebracht.

Warum kam Jesus?

“Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“

Joh. 3, 16

Gottes Sehnsucht nach Seinen Kindern, den Menschen, muss unermesslich groß gewesen sein. Ein Liebender erträgt kaum die Trennung vom Liebsten. Die Menschheit hatte sich krass von Gott entfernt. Eine tiefe Kluft war da, und wir alle kennen die unerfüllte Sehnsucht nach Frieden und Liebe, die Gott sättigen möchte…

Damit die Beziehung zwischen Gott und den Menschen wieder möglich werden konnte, musste geistlich ein gewaltiges Gewicht auf die andere Seite der Waagschale gelegt werden. Und so kam Er selbst als Mensch auf diese Erde, – in Jesus Christus. Die Reinheit Gottes inkarnierte sich auf der Erde und lebte unter uns – zum Anfassen.

Jesus Christus war Derjenige, der den Ungehorsam und die Rebellion der ersten Menschen (Adam und Eva) wieder ausgleichen sollte. Er brachte die Möglichkeit der Versöhnung mit Gott. Die ist allerdings kein Automatismus für alle Menschen, sondern ausdrücklich für alle Diejenigen, die Jesus “aufnehmen”.

Jesus betonte während der Zeit Seines Wirkens immer wieder: “Folge mir nach!” (ahme mich nach), “Nimm dein Kreuz auf dich!” (nimm die Konsequenzen davon an) “und verleugne dich selbst!” (gib die Eigenmächtigkeit ab und tue wie ich den Willen meines Vaters).

Das tun die wenigsten Menschen freiwillig. Oft müssen wir erst an den Rand unserer Kraft und unserer Weisheit kommen, bevor wir Jesus wirklich annehmen können. Erst müssen uns zumeist die Dämonen tüchtig einheizen, und die Folgen unserer Egozentrik und Verfehlungen richtig drücken und weh tun – erst dann geben wir auf.

Es ist zumeist ein Schritt der Verzweiflung, die Herrschaft über das eigene Leben abzugeben. Doch es ist auch ein Ausdruck von Einsicht, denn man erklärt sich damit einverstanden, die Kontrolle über das eigene Leben abzugeben.

Der Mensch Jesus

Von keinem anderen Menschen sind derartige Dinge überliefert, wie von Jesus Christus. “Und er heilte sie alle”… steht mehrfach in der Bibel. Er wanderte drei Jahre umher, heilte alle Kranken, die es wünschten und Ihn darum baten, trieb die Dämonen aus, Er zog Menschenmassen an, Er tat Wunder, die Tausende erlebten, Er machte aus Wasser Wein, aus einem Brot Tausend, Er vermehrte die Fische quasi auf dem Teller.

Und Er beeindruckte durch Seine Authentizität und Seine scharfe Verurteilung der religiösen Pharisäer und Schriftgelehrten – alle die, die von sich glaubten das wahre Wissen über Gott gepachtet zu haben.

Er liebte die einfachen Menschen und die Gestrauchelten, Er war immer voller Mitgefühl und Güte, Er lehrte und brachte die gute Botschaft vom Königreich, das nah herbei gekommen ist. Er rief die Menschen hin zum Vater, Er erinnerte sie an die Essenz ihrer Religion, an das Wichtige und er vertrieb die Geschäftemacher aus dem Tempel.

Die Mission von Jesus

Wie muss Er sich wohl gefühlt haben, als Er erkannte, dass Er derjenige war, von dem das alte Testament immer und immer wieder sprach? Vielleicht wusste Er es schon als Kind? Er kannte Seinen Auftrag und Seine Mission. Er wusste, warum Er da war. Das was Er tat, das was Gott als Jesus tat, war eine Revolution in der geistigen Welt.

Wo vorher noch viele Tieropfer nötig waren, um unsere Sünden (Zielverfehlungen) vor Gott zu bedecken, da war mit einem Schlag ein unfassbares Opfer geschehen: Gott ließ Seinen Sohn Jesus Christus – die Unschuld in Person – ans Kreuz gehen. Er wurde in entsetzlicher Weise hin gerichtet. Er wehrte sich nicht. Daher kommt dieser Ausdruck “Lamm Gottes”.

Und mit diesem martialischen Akt bildete Sein Tod das Gegengewicht zu diesem Berg an Finsternis, den die Menschen angehäuft hatten. Gott warf sein eigenes reines Licht in Form Seines Sohnes in die Waagschale der Gerechtigkeit, um unsere Sünden aus allen Zeiten aufzuwiegen. Und es zeigt noch viel mehr: es zeigt, dass der Tod keine Bedeutung hat für die, die mit Gott gehen.

Musste das sein?

Ich höre die Kritiker, die sagen: “Was ist das für ein Gott, der Seinen Sohn schlachten lässt? Kann Er das nicht irgendwie anders regeln?” Nein, das hätten wir als Humanisten zwar gerne, doch das ist nicht möglich gewesen. Gott kann und wird nicht gegen Seine eigenen Prinzipien verstoßen, gegen Seine eigenen Gesetze, denn es Sind Prinzipien, die die sich aus Seiner Heiligkeit und der Reinheit, dem Feuer Seines Wesens ergeben. Es war notwendig, um die Schandtaten der Menschheit aufzuwiegen.

Was ist das für ein großartiger Gott, der uns so sehr liebt, dass Er sich selbst als Mensch verkörperte, um sich dann – im Fleisch und mit allen dazu gehörigen Schmerzen, Gedanken und Gefühlen – hinzugeben, um den Weg wieder frei zumachen zwischen uns, die wir eigentlich zusammen gehören: Mensch und Gott! Was für ein Geschenk an uns, dass Satan entmachtet ist, sobald wir Jesus annehmen und Ihm folgen… Seit Jesus Christus haben wir die Möglichkeit der Erlösung vom Bösen und die Verheißung der Freiheit!

Jesus Christus schenkte uns diese Rückverbindung zu Gott als Vater, doch damit nicht genug – Er ließ uns nicht alleine zurück, denn Er sandte uns den Heiligen Geist als Helfer.


Der Heilige Geist

Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

1. Mose 1, 2

Wie Jesus als “Liebe” und “Wort” von Anfang an mit dem Schöpfer Eins war, so auch der Heilige Geist. Bereits im Alten Testament scheint Er immer wieder auf als der “Geist des Herrn”, der sich auf Menschen legte, die sich ganz in den Seinen Dienst stellten.

Jesus kündigte vor Seinem Tod am Kreuz an, dass Er Seinen Nachfolgern nach Seinem Aufstieg in den Himmel einen “Helfer” schicken würde, den “Heiligen Geist”. Das ist ein gewaltiges Geschenk, das Gott aus Seiner Souveränität heraus an alle Diejenigen verteilt, die Er für würdig erachtet. Dazu braucht Er unsere eindeutige Entscheidung FÜR IHN.

Jesus hat uns versprochen: “Sucht, so werdet ihr finden, ruft und es wird euch aufgetan!” Wir selbst können nichts aus eigenem Willen oder aus eigener Kraft erreichen – viel mehr dürfen wir unseren Willen hingeben und warten was Gott tut. Wir können nur eins: Jesus Christus glauben und Ihm – nach einem Prozess der Umkehr und Reinigung vor Gott – alles hingeben, unser Leben Ihm übergeben.

Der Heilige Geist ist so etwas wie der “Draht zu Gott”. Durch Ihn hören wir Gottes Stimme, durch Ihn erhalten wir Weisheit, Hilfe, Rat, Einsicht, Offenbarung und Prophetie. Sind unsere Antennen richtig ausgerichtet? Ist die Frequenz richtig eingestellt? Er hilft uns, von Herzen und in Wahrheit zu beten, aufrichtig und ehrlich zu sein – zu Gott und zu anderen Menschen.

Erfüllung mit dem Heiligen Geist

Allen aber, die ihn annahmen, denen gab er das Recht und die Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben…

Johannes 1, 12 (Roth-Bibel)

Die Rede ist von Jesus Christus. Glauben und glauben sind zweierlei. Die Übersetzung des griechischen Wortes für “glauben” aus dem Strong-Verzeichnis übersetzt lautet “überzeugt sein”, “etwas für wahr halten”, “sein Vertrauen in jemanden setzen”, “sich verlassen auf jemanden”. Dies impliziert in meinen Augen schon mehr als das, was gemeinhin unter “glauben” verstanden wird.

Gängigerweise heißt es im normalen Sprachgebrauch, dass man etwas für möglich hält, oder auch für wahrscheinlich. Das wäre jedoch für die Bibel-Übersetzung zu schwach übersetzt. Im Sinne der Schreiber des neuen Testamentes zu glauben heißt also viel mehr sicher zu sein, überzeugt zu sein von etwas.

Und was heißt es, Jesus “anzunehmen”? Das Strong-Verzeichnis sagt: “ergreifen”, “in Besitz nehmen”, “fangen”, “bekommen”, “in Empfang nehmen”. Auch das klingt erheblich stärker als man vermutet hätte. Das bedeutet für mich, Ihn sozusagen zu inhalieren, zu verstoffwechseln, in sich aufzunehmen, einzufangen und nicht mehr loszulassen.

All dies sind die Voraussetzungen, um den Heiligen Geist zu bekommen. Am Anfang steht der Glaube an die Person Jesus Christus (an Seinen Namen glauben- “Name” steht für die Persönlichkeit), die Überzeugung, das Vertrauen – und dann kommt das Aufnehmen von Ihm, das Empfangen und Ergreifen, und dann erst bekommt man das Anrecht darauf, ein Kind Gottes zu werden – dazu braucht es unbedingt den Heiligen Geist.

Die äußerlich sichtbare Handlung, um seiner Überzeugung Ausdruck zu verleihen ist die Erwachsenentaufe. Sie symbolisiert, dass man sein altes Leben an Christus/Gott hingibt. Unterstützende Beter helfen nach der Taufe mit Ihrem Glauben und ihren Bitten an Gott, dass der Heilige Geist in die Person einzieht.

Das Sprachen-Gebet

Das Sprachengebet ist eine der sieben Geistesgaben, ist also abhängig vom Heiligen Geist. Ohne Heiligen Geist – kein Sprachengebet (es gibt allerdings auch ein dämonischausgelöstes Sprachen-Gebet, denn der Dunkle liebt es abzukupfern und die Dinge Gottes zu pervertieren und in seinem Sinn zu verdrehen).

Wohnt der Heilige Geist wirklich schon in uns? Das sollte sich jeder ernsthaft fragen, denn viele Christen sind davon überzeugt, Er sei automatisch da wenn man getauft wird. Das ist jedoch nicht der Fall. Es kann sein, muss aber nicht sein.

Der Heilige Geist kann bereits vor der Taufe geschenkt worden sein, und Er lässt sich auch nicht durch die Taufe zwingen zu kommen. Wie in allem ist auch das eine souveräne Entscheidung Gottes. Wenn Er einzieht, so ist das zumeist eine einschneidende Erfahrung, die man so leicht nicht vergisst.

Im Idealfall zieht Er während, oder kurz nach der (Erwachsenen-)Taufe ein, nachdem der Täufling sein Leben Jesus gegeben hat und er von Dämonen befreit wurde.

Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden

Markus 16, 17

Das Sprachengebet – oder auch “Beten in Zungen” – ist eine Sache, die völlig am Intellekt vorbei geht. Es hat die geniale Nebenwirkung, dass es die Kopf-Kontrolle umgeht und unabhängig von unserem Verstand geschieht. Es braucht nur unsere willentliche Zustimmung und das Hinhalten. Ist es da, kann es unser Herz tief berühren, es macht etwas mit uns. Während man in Sprachen betet kommen die Worte für Gebete, die Gott sich von uns wünscht, sowie Gefühle, die uns näher zu Gott leiten.

Gott gebraucht wirklich alle “tools” unseres Körpers, damit wir unsere menschliche Begrenztheit insoweit übersteigen können, um mit Ihm zu kommunizieren. Dies geschieht nicht – wie es spirituelle Lehren suggerieren – nur durch die Stille, sondern Zuhören, im bewussten Ausrichten auf Gott und Sein Reden – im Sprechen und Empfangen. Im direkten Gespräch werden wir berührt, kommen uns tiefe Einsichten, geht uns das Herz auf, und der Glaube kann so zur Gewissheit werden.

Gott ist nicht nur universeller Geist, nicht nur Bewusstsein, nicht nur “Quelle”, wie es in vielen spirituellen Schulen geglaubt wird – nein Er ist Person, hat Charakter – nur deshalb konnte es in der Bibel heißen “Er schuf den Menschen in Seinem Bilde…”

Seine Heiligkeit ist jedoch der springende Punkt – sie ist das lodernde, verzehrende Feuer, das alles Negative, alles Schlechte verbrennen muss, wenn wir vor Ihn treten. Darum gibt Er uns durch unser Erdenleben die Möglichkeit, dies alles – mit Seiner Hilfe – abzulegen, um schließlich gemeinsam mit Ihm und Seite an Seite mit Jesus die Ewigkeit zu verbringen.

Gott ist gut, heilig, gerecht – alles was dem widerspricht muss vergehen, sonst sind wir verloren. Strecken wir uns aufrichtig danach aus wie Jesus zu werden, werden auch wir heilig, denn Gott sieht alle, die Jesus nachfolgen, als Heilige an. Dann sind wir gerettet. Der Heilige Geist will uns dabei helfen.


Eigenschaften Gottes

Vater

Sohn

Heiliger Geist

Wille, höchste Instanz, verzehrendes Feuer, heilig, herrlich, Reinheit, Schöpfer von allem was ist, majestätisch, gewaltig, allmächtig, Regent, Richter, Autorität, Vater, Papa (Abba), Chef, bergend, tröstend, vergebend, versorgend, Erzieher, sehend, allwissend, Empfänger der Buße (Umkehr), Empfänger der Gebete, ordnet Heilung an, heilig, herrlich, liebend, geduldig, souverän, Richter, unbestechlich, gerecht, gütig, gut, rein, pur, gnädig, weise, alt, Patriarch, König, Herr der Naturgewalten, furchteinflößend, gebietend, respekteinflößend

Das Wort, Logos, Sohn, das Licht der Welt, gibt lebendiges Wasser, Verbindung zum Vater, wohnt in uns (den Heiligen), will mit uns regieren-im Himmel UND auf der Erde, Liebe, Heiler, Freund, Vertrauter, Arzt, brüderlich, liebevoll, gütig, authentisch, ehrlich, wahr, der Weg zum Vater, die Wahrheit, das Leben, Friedefürst, Liebender, Bräutigam, wartend, bereit, heilend, rufend, Befreier, erquickt, belebt, König, Sieger, herrlich, heilig, strahlend, gütig, vergebend, liebend, mitfühlend, wahrhaftig, ohne Fehl, überzeugend, Herr der Heerscharen all-liebend, Retter, kraftvoll, Geliebter, männlich, stark, tut den Willen des Vaters, wertschätzend, respektvoll, sanft, Hoffnung, Vorbild, Rabbi, mutig, menschlich, weise, treu, gerecht, klar, Vertrauter

Mittler, in uns und um uns, führt aus was Vater und Jesus wollen, beantwortet Fragen, Lehrer, ermahnt, erzieht, erklärt, schenkt Weisheit, verbrennt dämonische Geister, Führer des Gebets, allwissend, drängelt, fordert ein (Vergebung), ist wahr, gibt Bilder und Gedanken, gibt das Wort Gottes ein, Autor der Bibel, Prophetie, gibt Träume und Einsichten, begeisternd, überführend, gibt Offenbarungen, Euphorie, empfindsam, zurückhaltend, abwartend, Gewissen, sensibel, kann betrübt sein, vergebend, fördernd, liebend, zart, sprechend, hörend, vermittelnd, verbindend, heilend, ausführend (den Willen des Vaters), belehrend, stärkend, Heiler, Souffleur, Lenker, Freude, Glaube, humorvoll, Lachen, scherzen, tanzen, spielen, zusammen führend, genau, unterscheidend, überführend, entlarvend, zeigend, berührend, öffnend, werbend, weiblich, gibt das Sprachen-Gebet