„Sprich mit mir“, sagt Gott zu dir, denn du kannst sicher sein, dass jeder Gedanke, auch der kleinste, jede Absicht, jede Tat, auch die geheimste, vor Gott offen da liegt.
Wir können uns nicht verstecken, so wie es Adam und Eva versuchten, nachdem sie von der Frucht gegessen hatten. Vor Gott liegt alles offen da, keine Ritze, in die du schlüpfen könntest.
Er sieht, wenn du deine Frau schlägst, Er sieht, wenn du ein Kind missbrauchst, Er sieht, wenn du Menschen manipulierst, wenn du sie herab würdigst, Er sieht, wenn du dich in den Vordergrund schiebst, Er sieht, ob dein Gebet ehrlich ist oder nicht, ob du nur Show machst – alles liegt offen vor Ihm da.
Wenn ich mir das klar mache, dann wird es immer leichter, alles vor Ihm zuzugeben, zu bekennen, selbst zu schrumpfen, und meine Ungerechtigkeiten und Falschheiten direkt vor Ihm ans Licht zu ziehen. Es gibt keinen Grund, davor Angst zu haben, denn Gott ist ein gütiger Gott, ein gnädiger Gott, ein weiser Herrscher Seines Königreichs, Er möchte einfach nur deine Ergebenheit und deine Ehrlichkeit, sowie deine gute Absicht – mit anderen Worten: Deine Liebe!
Der Beichtstuhl der katholischen Kirche hat darin seinen Ursprung. Doch kein Priester, kein Pfarrer oder Pastor kann dir deine Verfehlungen vergeben, das kann nur einzig und alleine Gott.
Spricht mit mir – Gott will uns nahe sein
Es ist Gottes größtes Begehren, uns nahe zu sein. Der rote Faden in der Bibel zeigt das, wie Gott -angefangen mit Adam und Eva, weiter mit Mose, mit Noah, mit Abraham etc. – mit den Menschen gesprochen hat, versuchte, sie zurecht zu rücken, ihnen immer wieder zeigte und sagte, was Er sich von ihnen wünscht.
Erst ging Er mit Adam und Eva im Garten Eden spazieren, dann wohnte Er beim Volk Israel in einem Zelt, dann wurde Ihm ein Tempel gebaut – genau nach Seinen Anweisungen. Wetterphänomene begleiteten immer Seine Anwesenheit, Seine Nähe. Und doch hat Ihn niemand jemals gesehen, man kann sozusagen immer nur „hinter Ihm her schauen“.
„Und der HERR sprach: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felsenkluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand von dir tue, so darfst du hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.“
2. Mose 33, 21-23
Man erkennt Ihn im Nachhinein, wenn er bereits gehandelt HAT, wenn Dinge ganz eindeutig von Ihn kamen, wenn Gebete erhört wurden… Gott HANDELT. Gott erhört. Gott erfüllt Seine Versprechen, Seine Verheißungen – die wir in der Bibel finden. Er REAGIERT! Er ist nicht irgendwo da oben, sonder HIER!
Sprich mit mir – Das „Kochbuch“ für unsere Beziehung zu Ihm
Die Bibel – von Menschen geschrieben, deren Geist von Ihm erleuchtet waren zur Zeit des Schreibens – ist so etwas wie eine Art DNA für die Beziehung zwischen Ihm und uns. Ein Code, der sich teilweise erschließt, für den wir jedoch unbedingt den Schlüssel des Heiligen Geistes brauchen. Deshalb: Bete so oft wie möglich für mehr Heiligen Geist, und dass Er dir die Bibel aufschließen möge!
So wie die DNA eine Sprache für Gottes Schöpfung ist, so ist die Bibel die Verschriftlichung von Gottes Willen und Gedanken über uns, deshalb heißt sie auch „Wort Gottes“. Und Jesus hat sie uns durch sein Vorbild verständlich und nahe gebracht. Diese DNA ist so eine Art Drehbuch, wie die Beziehung zwischen Mensch und Gott funktioniert, was Gott von uns möchte, damit diese Beziehung harmonisch fließen kann. Es soll einfach nichts zwischen uns stehen. Es soll eine „saubere Sache“ sein.
Wir bekennen in Jesu Namen unsere Gedanken, Worte und Handlungen – und Gott verzeiht uns! Lippenbekenntnisse interessieren Ihn nicht, ernstgemeinte Bekenntnisse machen Ihn sehr aufmerksam, lauschend, direkt in unser Herz schauend und wohlwollend. Er kann nicht anders als vergeben, da Er uns unfassbar liebt.
Dafür ist Jesus Christus gestorben. Doch ohne die Bekenntnis, ohne dass wir schrumpfen vor Ihm und die Dinge bekennen, klar ausgedrückt: ohne Buße bleibt das Negative im geistigen Raum bestehen, ungetilgt, unausgesprochen, verschwiegen, wie ein dunkler Schatten. Wir brauchen diesen Kreislauf der Erneuerung, sonst bleibt die Beziehung zwischen uns und Ihm gestört. Denn Gott schaut in die Herzen. Er wartet auf unser Bekenntnis. Er wartet auf unser tiefes Vertrauen. Unser Bekenntnis ist bezeichnend für unser Vertrauen in Ihn. Er lässt uns auch alle Zeit der Welt. Mancher findet den Weg vielleicht erst in der Todesstunde – wer weiß das schon?
Sprich mit mir – Stolz besiegen, die Scham durchbrechen, Angst überwinden
„…meint ihr, dass die Schrift umsonst redet: »Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ«? Er gibt aber ⟨desto⟩ größere Gnade. Deshalb spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.« Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel!“
Jakobus 4, 5-7 (Elberfelder)
Es ist doch fast unglaublich, dass es da heißt, Gott sei eifersüchtig. So sehr liebt Er uns, dass Er es kaum ertragen kann, wenn wir „fremd gehen“. Es ist ein Zeichen von Stolz und mangelnder Demut, wenn wir etwas vor Gott verheimlichen wollen, oder der Meinung sind, ein Bekenntnis sei nicht notwendig. Wir müssen den Stolz demontieren.
Stolz stellt sich auf wie ein Götze, er macht kalt und unnahbar. Man wähnt sich vielleicht Gott so nah und innig verbunden, dass man es für nicht nötig hält, auch noch laut mit Ihm zu sprechen. Auch Scham kann uns den Mund, verschließen, oder auch Angst. Gott hat eh bereits alles gesehen, die Scham ist daher grundlos. Die Angst redet uns der Feind ein, der nicht will, dass wir uns Gott nähern. Er behauptet, manches was wir getan oder gedacht haben sei sicherlich unverzeihlich, doch das ist eine Lüge. Er liebt es, Gott klein zu machen oder Ihn falsch darzustellen.
Es ist von Vorteil, sich Gott auch mit seiner Stimme zu nähern. Natürlich, wer es vorzieht auch nur im Geist beten, kann dies durchaus tun, denn Gott schaut in die Herzen – doch für unsere Seele, wie auch vor der geistigen Welt (Dämonen und Engeln) ist es wichtig, laut zu sprechen, nicht nur in Gedanken. So können unsere Gebete übrigens auch zum geistigen Kampf dienen – aber das ist ein anderes Thema.
Viele Menschen sind sehr, sehr stolz auf ihre Erkenntnisse, auf ihr Wissen, auf ihre geistigen Schlüsse. Und sie kommen mit ihrer Intelligenz nah heran an das was Gott uns zeigen will – aber es fehlt darin das Wesentlichste, das gewichtige I-Tüpfelchen: nämlich die Wahrheit – also die Bestätigung und Erweiterung, die einzig Der heilige Geist (Sprachrohr von Jesus und dem Vater) geben kann.
Sind Erkenntnisse ohne Hinzuziehung von Gott und Gottes Wort entstanden, kann man sie eigentlich „in die Tonne kloppen“, weil das Korrektiv fehlt, weil die Perspektive Gottes fehlt. Kommen Erkenntnisse und Weisheit nicht aus dem Heiligen Geist, so liegt auch kein Segen darauf.
Sprich mit mir – Die Seele sehnt sich nach Gott
Alte Kulturen hatten ein ganz natürliches, intuitives Wissen davon, dass wir unter etwas Höherem stehen. Der unglaubliche Sternenhimmel, die Schönheit der Natur, von Sonnenauf- und untergang… Das Wetter, der Regen, Gewitter, Ernte oder Missernte hingen nicht vom Menschen ab. Und so betete man und schuf sich seine Götter.
Doch man betete am Schöpfergott vorbei. Man suchte nicht nach Beziehung, sondern nach Wunscherfüllung oder Gunst.
Es mangelte vermutlich noch niemals so sehr an der Hinwendung zu dem einzigen Gott, dem Gott von dem die Bibel spricht, dem Gott und Vater, dem Jesus diente, wie heute. Wir leben wirklich in einer extrem gottlosen Zeit.
Dabei fehlt es weniger an Glauben oder Demut, doch man verehrt tote Götter. Anstatt sich dem einzigen Schöpfergott hinzugeben, dient man lieber anderen Göttern, die nicht lebendig sind und nicht lebendig machen können.
Es gibt nur Einen in allen heiligen Schriften der Welt, der von den Toten auferstand: Jesus Christus.
Kann es so viele Götter geben wie es sie in all den Glaubenssystemen der Welt gibt? Unwahrscheinlich. Und zählen wir doch ruhig auch die Wissenschaft und Pseudo-Wissenschaften dazu, auch das sind Glaubenssysteme. Astrologie, Handlesen, Zahlenmystik, Human Design, und schließlich auch noch Macht, Geld und Schönheit – die Hauptgötzen der heutigen Zeit.
Doch diese alle sind Krücken, sie können nicht erfüllen oder glücklich machen Krücken sind keine echten Beine, das ist nichts was wirklich belastbar wäre, sie sind kein echtes Standbein, sie erfüllen das Herz nicht und geben kein Leben, keine Liebe, sie befriedigen nicht unser tiefes Bedürfnis nach Beziehung.
Der Gott der Bibel ist ein Gott – fast zum Anfassen. Ein Gott zum Herz-ausschütten, ein Gott zum trauern, zum lieben und zum danken, eine starke Schulter und eine feste Burg. So hat es schon Luther geschrieben.
Ich kann Jeden nur ermuntern: erlebe die tiefe Freude des Demütigen und sprich doch einfach mal mit Ihm!