Podcast: Johannes Kapitel 11 – die Erweckung des Lazarus

Jesus weinte
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Die Erweckung des Lazarus ist eine der spannendsten Schilderungen des neuen Testamentes. Das gesamte Johannes Kapitel 11 handelt einzig von der Erweckung des Lazarus von den Toten – es ist eines oder DAS spektakulärste Wunder, das die Bibel von Jesus berichtet!

Maria, Martha und Lazarus, diese Drei waren Geschwister aus Bethanien. Bei Maria handelt es sich um die gleiche Frau, die Jesus’ Haare mit ihren Tränen trocknete, vermutlich ist sie Maria Magdalena, die Jesus unendlich dankbar ist, dass Er sie von den vielen Dämonen befreit hat.

Der Autor Johannes betont nicht ohne Grund, dass Jesus die Drei lieb hatte, denn diese drei Geschwister könnten so etwas wie eine Familie für Jesus gewesen sein. Oft ging Jesus dort hin, um sich auszuruhen. Oft schlief oder erholte Er sich dort. Bethanien war ein Rückzugsort für Jesus, ein Ort, wo Er einfach sein konnte und wo man Ihn in Ruhe ließ. Dazu gibt es übrigens ein schönes Büchlein von Frank Viola.

Johannes Kapitel 11 – Jesus hat Zeit

Als Jesus hört, dass Lazarus sehr krank ist, rennt Er nicht etwa sofort los – wie es Unsereiner tun würde, um möglichst schnell vor Ort zu sein und zu helfen… Nein, Jesus ist tiefen-entspannt und lässt sich Zeit. Sein Vertrauen in den Vater ist grenzenlos. Er weiß, dass Er nicht zu spät kommen wird, selbst wenn es aus menschlicher Sicht so aussieht.

Er ist ganz offensichtlich durch den Geist vollkommen darüber informiert, wie es Lazarus geht und was geschehen wird. Sicherlich hat Er vom Vater gehört, dass Er ihn zweifellos auferwecken wird. Dieses Wunder wird viele Menschen zu Glauben bringen, weil es zeigt, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist. Deshalb sagt Er:

Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, dass der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde.

Johannes Kapitel 11, 4

Das Wort “Verherrlichung” kommt von “Herrlichkeit”. Die “Herrlichkeit Gottes” beschreibt die ganze, unermessliche, überwältigende Größe des unsichtbaren, allmächtigen Gottes, Seine Autorität, Seine Kraft und Macht, die durch das Wunder der Auferweckung des Lazarus offenbar werden wird. Und Jesus selbst wird durch dieses Wunder verherrlicht werden, denn ein Jeder kann an dieser Tat glasklar erkennen, dass Er in der Autorität des Vaters wirken darf und kann, dass Er also von Ihm autorisiert wurde, in Seinem Namen zu wirken, und dass Er, Jesus, wahrhaftig der Sohn Gottes sein muss – denn ein jeder Vater autorisiert nur seinen Sohn und keinen Fremden!

Johannes Kapitel 11 – Die Jünger fürchten sich

Zwei Tage bleiben sie noch wo sie sind, doch dann will Jesus los. Die Jünger fürchten sich, diesen Weg nach Judäa zu machen, denn die Reise würde gefährlich werden – schließlich wird Jesus dort verfolgt… Und der Jünger Thomas prophezeit auch noch düster, dass sie dann, wie Lazarus, wohl auch sterben müssten… Doch Jesus strahlt göttliche Positivität aus und sagt:

Hat nicht der Tag zwölf Stunden? Wer bei Tage umhergeht, der stößt sich nicht; denn er sieht das Licht dieser Welt. Wer aber bei Nacht umhergeht, der stößt sich; denn es ist kein Licht in ihm.

Johannes Kapitel 11, 9-10

Jesus baut damit die Jünger wieder auf und ermutigte sie – auf Seine unnachahmlich klare und liebevolle Art. Jesus selbst ist “das Licht der Welt” (Joh. 8,12), so hat Er es gesagt. Und die Jünger sind ebenfalls das Licht der Welt (Matth. 5, 14). Sie tragen das Licht Gottes in sich und sind geschützt. Gott wird es nicht vorzeitig zulassen, dass ihnen Schlimmes geschieht oder sie sterben. Wer ohne Gottes Schutz und ohne Seine Fürsorge wandelt, wer sich also von Gott abgewandt hat, der wird sich eventuell eine blutige Nase holen, denn Er sieht nichts.

Tiefes Gottvertrauen ist die einzige Option für die Nachfolger Jesu – komme was da wolle. So ist Jesus’ Charakter, und das versucht Er auch seinen Jüngern zu sagen. Das ist die geistige Seite dieser Botschaft.

Vertrauen ist wichtig, und sich nicht von Ängsten leiten zu lassen, denn Angst (sofern sie nicht instinktiv aus einer lebensbedrohlichen Situation entsteht) ist nicht von Gott, sondern vom Widersacher, der immer wieder verhindern will, dass Gottes Wille geschieht. Angst, Misstrauen und Zweifel kommen von ihm. Vertrauen und Zuversicht jedoch kommen vom Vater, von dem nur Gutes kommt.

Natürlich ist auch die profane, praktische Botschaft enthalten, dass es sicherer ist, bei Tag zu reisen als bei Nacht, das ist natürlich auch beruhigend und ermutigend. Im hellen Tageslicht, sozusagen auf offener Straße, wird es niemand wagen sie anzugreifen.

Johannes Kapitel 11 – Wer glaubt genug?

Die Jünger glauben zunächst, dass Lazarus nur krank ist, doch Jesus hilft ihnen auf die Sprünge:

Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. Da sprachen seine Jünger: Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er gesund werden! Jesus aber hatte von seinem Tod geredet; sie dagegen meinten, er rede vom natürlichen Schlaf. Daraufhin nun sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben; und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubt. Doch lasst uns zu ihm gehen!

Johannes Kapitel 11, 11-16

Diese Information gibt Ihm der Geist Gottes, der in Ihm ist. Sie machen sich auf den Weg und treffen schließlich auf Martha, die Schwester der Maria und des Lazarus. Martha bedauert sehr, dass Jesus nicht schon vorher da war, sonst – so ihre Vermutung – hätte Er ihrem Bruder ja helfen können, doch nun ist es zu spät, da Lazarus schon gestorben ist. Mehr als Krankenheilung hält offensichtlich auch sie für unmöglich.

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

Johannes Kapitel 25, 26

Das antwortet Jesus auf die Zweifel von Martha. Wie schon so oft versichert Er sich davon, dass es mindestens einen Menschen gibt, der genug Glauben an ein Wunder Gottes hat. Und Martha erstarkt sofort auf Seine Worte hin im Geist und ergreift die Wahrheit und bestätigt, dass sie glaubt, dass Jesus der Christus ist.

Als Maria schließlich dazu kommt und sie alle sich dem Grab nähern, und so viele Umstehenden weinen, und auch Maria weint, da wird auch Jesus von Mitgefühl übermannt und weint ebenfalls.

“Jesus weinte”, schrieb Johannes, Er weinte – ist das nicht wunderbar? Er stand nicht etwa über den Dingen… Bei all dem was Er bereits im Vorhinein wusste, weinte Er doch aus Mitgefühl und einfach weil Er ein Mensch war. Er war mittendrin in der Trauergemeinde und weinte, weil Er emphatisch war und sich die die Anderen hinein versetzte.

Dies zeigt für mich die ganze Bandbreite Seiner Menschlichkeit und Seiner Göttlichkeit. Das Eine schließt das Andere nicht aus. Er war ganz Mensch, so menschlich wie man nur sein kann. Und Er war ganz Gott.

Jesus befiehlt, den Stein von der Tür des Grabes zu nehmen und Martha weist darauf hin, dass der Leichnam bereits riecht. In diesem Moment lässt sie wieder Unglaube zu, und Jesus sagt dazu:

Habe ich dir nicht gesagt: wenn du glaubst wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?

Johannes Kapitel 11, 40

Wie unendlich bedeutsam unser Glaube an Ihn ist, zeigt sich in so vielen Bibelstellen. Lassen wir Zweifel zu, kann Jesus oftmals nicht wirken – das ist auch noch heute so. Um tiefen Glauben zu finden, müssen wir viel, viel Gemeinschaft suchen – mit Ihm und dem Vater – und unsere Herzen auf Ihn ausrichten, sowie auf Seine Worte, die die Kraft haben, den Glauben in uns immer neu zu entzünden.

Johannes Kapitel 11 – Lazarus, komm heraus!

Und dann, nachdem der Stein weg geschafft worden ist, der die Gruft verschließt, ruft Jesus Lazarus heraus.

Vier Tage hatte Lazarus bereits im Grab gelegen. Wenn ich mir vorstelle, dass Jesus einen Menschen aus einem solchen Zustand heraus holen kann, ihn wieder beleben kann – einfach durch ein aufrichtiges Gebet zum Vater… es scheint unvorstellbar – und doch ist es so geschehen.

Johannes Kapitel 11
Nicolas Froment (Florenz, Uffizien)

Schließlich kommt Lazarus auf seinen eigenen Beinen aus dem Grab heraus, mit wehenden Grabtüchern… Das mutet geradezu grotesk an, und es muss den Menschen schier das Herz stehen geblieben sein, die diesem Schauspiel zusehen durften.

Wir wissen nicht, wie lange es dauerte, bis Lazarus aus dem Grab heraus taumelte. Von vielen Heilungen durch Jesus weiß ich, dass manche schnell geschehen und manche Zeit brauchen. Ich stelle mir vor: Lazarus Körper musste ja erst wieder durchblutet werden, nachdem sein Herz wieder angefangen hatte zu schlagen. Die Muskeln und das Gewebe mussten sich wieder lockern und in Gang kommen. Defekte Zellen mussten regeneriert werden… Wie lange wohl die Menschen vor der Gruft gespannt warteten bis sie das Unfassbare geschehen sahen? Fakt ist: Sie sahen das Wirken Gottes.

Johannes Kapitel 11 – Das Mordkomplott

Wie bei jedem Wunder folgt auch bei diesem am Ende des Kapitels die kalte Dusche. Einige erzählen von Lazarus Erweckung durch Jesus sofort den Pharisäern.

Was waren das wohl für Menschen, die zu den Pharisäern gingen? Sicherlich waren sie tief beeindruckt davon, was Jesus getan hatte, beeindruckt davon, wie Gott gewirkt hatte. Vielleicht wollten sie die Pharisäer positiv für Jesus stimmen, sie sogar davon überzeugen, dass Jesus der Messias sei, oder doch wollten sie gespannt hören was die Pharisäer wohl dazu sagen würden. Sie ahnten vielleicht nicht, was sie insgeheim daraufhin planten.

Die Pharisäer hatten daraufhin endgültig von Jesus genug! Denn eine Toten-Erweckung kann man noch viel weniger gebrauchen als alles andere. Wer solche Dinge tun kann, wird ihnen schließlich das Publikum gänzlich abspenstig machen und somit auch ihren Verdienst schmälern. Damals wie heute geht es den Menschen ums Geld.

Es ist immer das Gleiche: sobald aus Gottes Kraft etwas Gutes entsteht, kommt der Widersacher und will es rauben. Er stachelt die Pharisäer auf, ein Komplott zu schmieden, um Jesus zu töten. Die feinen, gesetzestreuen Pharisäer erinnern sich wohl nicht mehr an das sechste Gebot?

Johannes Kapitel 11 – Totenerweckung geschieht auch heute

Noch heute erweckt Jesus Menschen. In meinem Bekanntenkreis gab es einen Fall, in dem eine ältere Frau, die Mutter einer Glaubensschwester, deren Lunge bereits völlig zusammen gefallen war, und die bereits hinüber gegangen war. Ihre Angehörigen nahmen diesen Tod nicht an, sondern beteten für Wiederauferstehung. Daraufhin füllte sich ihr Gesicht wieder mit einem zarten Rosé, und die Ärzte bestätigten, dass etwas Außergewöhnliches geschah. Sie sagten übereinstimmend, dass das eigentlich gar nicht möglich sei, doch sie kam zurück.

In der Zeit ihres Todes hatte sie ein Zusammentreffen mit Jesus erlebt….

Von Toten-Erweckung durch innige Gebete zu Jesus sprach auch ein Inder in einem Video von ERF-Menschgott. Ein Hindu betete tagelang zu seinen zahllosen hinduistischen Göttern, und nichts geschah. Bis er schließlich von Jesus hörte und vor Ihn trat, und Ihm sein Leben anbot, wenn Er Seine Mutter wieder bringen würde – da kam seine Mutter zurück. Sie war ebenfalls bereits tagelang tot.

Jesus ist der Gleiche – heute wie damals – und Er lebt und ist real!

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