Podcast: Johannes Kapitel 8

Johannes Kapitel 8 – Die untreue Ehefrau

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In Johannes Kapitel 8 versuchen früh morgens im Tempel (Jesus ist Frühaufsteher) wieder einmal die Pharisäer und Schriftgelehrten, Jesus auszutricksen und ihn dazu zu verführen, sich gegen das jüdische Gesetz auszusprechen. Sie ahnten wohl, dass Jesus gegen die Steinigung der Frau sein würde. Jesus ignorierte ihre Frage danach, die Frau zu beurteilen und malte schweigend auf die Erde. Man musste Ihn mehrmals fragen, bis Er schließlich eine Antwort gab, die Allen komplett den Wind aus den Segeln nahm..

Wer von euch ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.

Johannes 8,7

Es steckt so viel Weisheit in dieser Frage… Wer ist so rein unter den Menschen, dass er sich das Recht heraus nehmen könnte, einen Stein auf die Frau zu werfen? Es steckt eine ganze Philosophie hinter diesem Satz, und jeder, der sich selbst diese Frage stellt, ob er ohne Sünde ist, versteht unmittelbar und zentral im Herzen, was sie aussagt und worauf sie hin weist.

Jesus brauchte keine lange Rede zu halten – ein Satz genügte, damit die Menschen den Tempel verließen – mit gesenktem Haupt und in sich gekehrt – beschämt, weil jeder von ihnen in sich Sünde gefunden hatte. Sie waren vom Geist Jesu, also vom Heiligen Geist berührt und überführt worden – weg vom Verurteilen Anderer – dahin, sich selbst zu beurteilen und sich selbst anzuschauen. So führte Jesus die Ankläger der untreuen Ehefrau mit einem einzigen Satz in den Prozess hinein, den man “Buße” nennt. Und dass die Ältesten den Tempel zuerst verließen, spricht für sie, denn es sind diejenigen, welche die größte Weisheit haben sollten und die sich selbst zuerst die Wahrheit zugeben mussten.

Und wieder einmal tut Jesus das damals Ungeheuerliche: Er spricht mit der Frau, die mit Ihm alleine zurück bleibt und sagt ihr:

Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt? Sie sprach: Niemand, Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr!

Johannes 8, 10-11

Wie so oft, besonders nach Heilungen, rät Jesus auch hier der Frau, in Zukunft nicht mehr zu sündigen. Sie hat Gnade erfahren und soll das nicht wieder aufs Spiel setzen, sondern ihren Lebenswandel ändern und nah an Gott bleiben, denn das ist Sünde: nicht nah an Gott zu bleiben.

Johannes Kapitel 8 – Ich bin das Licht des Lebens

Johannes Kapitel 8
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Nichts transportiert das Wesen von Reinheit so sehr wie das Wort “Licht”. Am Licht haftet nichts, es strahlt einfach nur und IST. Es bringt nichts mit sich außer Licht. Es beleuchtet die Dinge und vertreibt die Schatten und die Dunkelheit. Es bringt Klarheit hinein und Weisheit. Es ist nicht korrumpierbar, alles wird erleuchtet, wenn es aufscheint, die Dunkelheit muss fliehen und ist nicht mehr existent.

So kann es sein, wenn Gott das Leben mehr und mehr durchflutet – auch wenn die Umstände noch so dunkel erscheinen. Menschen, die sich Gott zuwenden werden stärker, sie können alles ertragen und durch alles hin durch gehen – so ist es auch von den Jüngern überliefert – das ist die Kraft des Glaubens und des Lichtes, das Gott ist, das Jesus ist.

Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte niemand. Aber auch wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.

Johannes 8, 15-16

Jesus beschreibt hier den Unterschied zwischen der menschlichen Sicht und der Schau Gottes. Er spricht weiter vom Richten, denn das ist ja das, was gerade passiert war. Das Licht (Gott) urteilt anders als das “Fleisch”. Jesus weiß es aus sich selbst heraus, dass Er eins mit dem Vater ist und von daher unparteiisch, sie aber richten aus dem “Fleisch” heraus, aus ihrer eigenen Dunkelheit heraus – dem gottlosen Ego. Daraus kann nichts Gutes erwachsen.

Johannes Kapitel 8 – Jesus ringt um Verständnis

Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!

Johannes 8, 31-32

“Erinnert euch ständig an das was ich sagte und richtet euer Leben danach aus” – das könnte es heißen, in Seinem Wort zu bleiben, und “Glaubt mir einfach, dass ich mit dem Vater zusammen bin, denn das ist wahr, und das wird euch frei machen – frei von dem Zwang, euch in eurem Denken und Verhalten immer wieder unabhängig von Gott zu machen, denn…

wahre Freiheit ist totale Abhängigkeit von Gott”.

Jesus ringt in Johannes Kapitel 8 um Verständnis, doch alles was Er sagt verstehen die Menschen dort zu wörtlich und nicht im Sinnbild. Sinnbildlich zu denken ist nicht jedem gegeben, es ist eine Intelligenzleistung und erfordert, dass man den Blick erhebt, die Scheuklappen ablegt und über den Tellerrand hinaus schaut. Doch Jesus beißt sich hier so ziemlich die Zähne aus.

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Die Lügen Satans verblenden uns. Wer hartnäckig an seinen negativen Gedanken fest hält und nicht bereit ist, die Gedanken Gottes auch nur in Erwägung zu ziehen und für sich zu überprüfen, ist nahezu verloren. Das mag hart klingen, doch es ist wahr, nur Umkehr und Neubesinnung können uns retten – und das gilt letztlich für die ganze Menschheit, die immer tiefer in den Abgrund geht – geblendet von den Lügen Satans, dessen ganzes Bestreben es ist, Menschen geistig zu töten.

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