Podcast: Johannes Kapitel 5

Johannes Kapitel 5 – Die Heilung am Teich von Bethesda

Das nördliche Becken des Teich Bethesda. (© Matthias Hinrichsen)
Aus Israel-Magazin © Matthias Hinrichsen

In Johannes Kapitel 5 beschreibt Johannes die Heilung eines Gelähmten am Teich von Bethesda. Dort ist die Rede von fünf Hallen. Ursprünglich hielt man die örtlichen Beschreibungen dieses Ortes für rein symbolisch, da man ihn nicht gefunden hatte. Doch 1888 fand man bei Ausgrabungen eine alte Zisterne mit zwei Becken und die Bestätigung der Beschreibung des Johannes:

Die Ausgrabungsgeschichte begann, als 1856 der Sultan das betreffende Gelände den Franzosen schenkte. Im Jahre 1888 stieß man bei Ausgrabungen in der Nähe der Kirche der Heiligen Anna in jenem Stadtteil auf die Überreste einer alten Kirche. Darunter fand sich eine Krypta, deren nördliche Mauer fünfmal durch imitierte Bogen unterteilt war. An dieser gleichen Mauer fanden sich auch Spuren eines alten Freskos, das einen Engel darstellt, der Wasser in Bewegung bringt.

Teich von Bethseda

Dies war eine kultische Stätte, an der man Heilungswunder erwartete – sofern jemand es schaffte, bei der Bewegung des Wassers als Erster ins Wasser zu steigen.

Der Gelähmte, den Jesus heilte, war natürlich nicht fähig gewesen, aus eigener Kraft ins Wasser zu kommen, und wie heute an der Aldi-Kasse drängelten sich immer Andere rücksichtslos vor. Sicherlich hat Jesus gesehen, dass der Mann sich abmühte, aber keine Chance hatte.

Was tat Jesus in Seiner Liebe? Er heilte den Mann spontan und unmittelbar – ganz ohne dass dieser das Wasser auch nur berühren musste. Hier zeigt sich das mitfühlende Herz von Jesus, aber auch Seine überlegene Kraft (die des Vaters), die weit über den heidnisch/dämonischen Kräften stand, die an diesem Ort sonst manchmal wirkten.

Und nicht zum ersten Mal wird geschildert, dass Jesus das Verbot übertrat, am Sabbat zu heilen. Jesus scherte sich nicht um den Sabbat, wenn jemand, der Hilfe brauchte, Sein Herz berührte – auch wenn er dafür angeklagt werden würde. Damit hat Er die Pharisäer dann erst richtig erbost. Nun hatten Sie aus ihren Gesetzen heraus Grund genug, Ihn zu verfolgen.

Und später sagt Er zum Geheilten: “Gehe hin, sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht Schlimmeres widerfährt..” Dies sagt indirekt aus, dass Sünde (Abkehr von Gott) zu Krankheit führt oder zu Schlimmerem.

Johannes Kapitel 5 – Jesus und der Vater

Jesus schildert in Johannes Kapitel 5, dass Er all das tut was Er den Vater tun sieht. Jesus ist also Sein ausführendes Organ. Er ist so sehr mit dem Vater identifiziert, dass man die Beiden kaum mehr trennen kann. Das war für die Jüdischen Schriftgelehrten ein absoluter Affront.

Und hier hören wir auch Jesu Aussage, dass der Vater alles Gericht dem Sohn, also Ihm übergeben hat – so groß ist das Vertrauen des Vaters also in Jesus, dass Er weiß, dass Er Ihm dies übertragen kann, weil auch Er gerecht richten wird – im Sinne des Vaters.

Die Wundertaten Jesu geschahen vom Vater gezeugt. Deshalb sagt Jesus auch immer wieder, dass der Vater Sein Zeugnis ist. Wie es so ist: ein Vater überträgt irgendwann dem Sohn Seine Tätigkeiten, wenn dieser in Seinem Sinne wirkt. Jesus betont, dass Seine Wundertaten geradezu beweisen, dass Er vom Vater kommt. Johannes der Täufer wusste zwar, dass Jesus der Messias war, konnte aber nicht wie dieser Wundertaten tun. Jesus schon! Doch nichts konnte die Pharisäer überzeugen, sie glaubten einfach nicht.

Jesus zeigt sich in Kapitel 5 als Bringer des ewigen Lebens. Wer an den Vater glaubt, und an den Sohn als dessen ausführendes Organ, dem wird ewiges Leben gegeben werden, und Der/Diejenige wird nicht ins Gericht kommen. Das heißt im Umkehrschluss: wer nicht glaubt, wird auf jeden Fall gerichtet werden.

Johannes Kapitel 5 – Jesus kritisiert Seine Kritiker

Jesus spricht in Johannes Kapitel 5 davon, dass Seine Kritiker weder Gottes Stimme hören, noch Sein Wort in sich tragen. Sie glauben, das ewige Leben in den Schriften zu finden, anstatt in der direkten Beziehung zum Vater. Und da sie nun auch noch den Sohn ablehnen, auf den in diesen Schriften zig mal prophetisch hingewiesen wird, haben sie vollends ihre Inkompetenz gezeigt. Sie suchen Ehre bei den Menschen, nicht jedoch bei Gott.

Ein hartes Urteil, und jeder mag sich fragen, ob dies nicht auch heute auf Menschen oder gar ihn selbst zutrifft.

Die persönliche Beziehung zu Gott, Seine Stimme zu hören ist das Wichtigste im Leben; sich danach auszustrecken, dafür zu beten und damit nicht aufzuhören, bis man Ihn endlich hören kann.

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